Progress Feldkochherd 59

1957 erfolgte durch den LSHD (Luftschutzhilfsdienst) eine Ausschreibung eines Feldkochherdes der auf einem Einachsanhänger verlastet war, aber auch abgesetzt in einem Zelt oder in festen Unterkünften betrieben werden konnte.

Am 12.März 1958 erhielt die Firma Progress-Werke Oberkirch AG in Stadelhofen (PWO) den Auftrag , einen Musterfeldkochherd einfacher Bauart auf einem Einachs-Anhänger montiert zu entwickeln.

Vorbereitung der Mittagsverpflegung mit dem FKH 59

Nach zahlreichen Erprobungen, Änderungen und Ergänzungen und der Abnahme durch den TÜV Mannheim e.V., konnte der als "Musterfeldkochherd FKH 59"  am 13. und 14.Juni 1960 zur Abnahme vorgestellt werden.

Im Anschluß daran wurde der FKH 59 einer Langzeiterprobung durch das THW (Technische Hilfswerk) in München unterzogen.

Mit der "Abnahmebescheinigung" des FKH 59 vom 14.Juni 1960 wurde die Firma PWO gebeten den FKH 59 auch dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung für eine Begutachtung zur Verfügung zu stellen.

Doch der Feldkochherd , bei dem der Koch und sein Gehilfe auf einem Rost hinter den drei Kochkessel stehen mußten, blieb ein Einzelstück 

So entschloss man sich doch zur Beschaffung der neuen Serienversion, jedoch in einer etwas "abgespeckten" Form.

Bei den seitens Progress schon geänderten Sonderanhänger mit U - förmigen Rohrrahmen entfiel die Einkreis-Druckluftbremse wie bei dem FKH 57/3, da als Zugfahrzeug LKW der 3 bis 4,5 t-Nutzklasse vorgesehen war und diese für ungebremste Anhängelasten von ca. 1,2 bis 1,5 t ausreichen.

Es entstand der FKH 57/4 auf SAH 57/4.

 

Nach Ablauf der Probezeit wurde der Prototyp des FKH 59 dem ZAB Marienthal zur Ausbildung von Feldköchen zugewiesen.

 

Quelle: Einsatzfahrzeuge im LSHD 1953-1968 von Peter Kupferschmidt